Altes wieder neu (Ornamente und Taufstein)


Bei den Voruntersuchungen des Kirchenraums sind an den Wänden in den Seitenschiffen Fliesen mit Weinranken-Ornamentik aus dem ursprünglichen Kirchenraum von 1910 wiederentdeckt worden. Sie waren bei der Renovierung 1960 unter Putz verschwunden. Im linken Seitenschiff können Sie einige dieser Fliesen sehen. Dieses Muster der Weinranken soll insgesamt wieder freigelegt werden. Es ist ein altes biblisches Symbol und gleichzeitig eine Reverenz an den Weinbau in Handschuhsheim. Der neue Fußboden nimmt das originale Fliesenmuster in Farbe, Form und Größe wieder auf. Zusätzlich wird in der Mitte des Kirchenraums, vor der Altarinsel, dort wo zukünftig der Taufstein stehen wird, das Motiv der Weinranken auch im Fußboden auftauchen.

Die neue Friedenskirche tritt gleichsam in einen Dialog mit dem ursprünglichen Kirchenbau. Tradition und Moderne fließen zusammen zu einem neuen Ganzen. Die Schönheiten der alten Kirche kommen neu zur Geltung.

Das gilt zum Beispiel auch für den alten Taufstein. Bei der Renovierung 1960 erhielt die Kirche schon einmal einen neuen Altarraum. Der ursprüngliche Altar und die Hochkanzel verschwanden. Der Taufstein wurde gleichsam auf dem Kopf stehend im Turmeingang abgestellt. Dort steht er noch heute, funktionslos aber gut erhalten. In der neuen Friedenskirche soll er wieder als Taufstein genutzt werden. Und er bekommt einen prominenten Ort: direkt vor der Altarinsel – in einer Linie mit Altar, Kanzel und Orgel.



Der Architekt mit dem alten, noch gut erhaltenen Taufstein (er steht auf dem Kopf)