Entscheidung im Bauausschuss der Stadtsynode


22. September 2009

Vierte und letzte Schlichtungsrunde vor dem Bauausschuss der Stadtsynode

Den Mitgliedern des Bauausschusses kam somit die Aufgabe zu, nach einer langen Reihe von Gesprächen abschließend über die Umsetzung des Renovierungskonzeptes zu entscheiden.

Die Mitglieder des Bauausschusses, die nicht Mitglieder der Friedensgemeinde sind, informierten sich zuvor im Rahmen eines Ortstermins in der Friedenskirche über den Kirchenraum. Außerdem wurde der Vorsitzende des GÄK zu einem Informationsabend eingeladen, um die inhaltlichen Anforderungen an die Kirchenrenovierung und die zugrunde liegenden Thesen zu erläutern.

Am Entscheidungsabend selbst waren jeweils vier Vertreter der Initiativen sowie vier Vertreter des GÄK zu jeweils halbstündigen Präsentationen aufgefordert. Anschließend zog sich der Bauausschuss zu internen Beratungen zurück. Am Ende empfahl der Bauausschuss der Stadtsynode als letzte Entscheidungsinstanz mit großer Mehrheit die Umsetzung des vom GÄK vorgeschlagenen Renovierungskonzepts.

 Dieser Beschluss ist die geltende Grundlage für alle weiteren Schritte seither:

-       weitere Detailplanung

-       Bauantrag

-       Erteilung einer Baugenehmigung

-       Ausschreibung der Gewerke

-       Vergabe der Bauarbeiten an die beteiligten Firmen

-       Beginn der vorbereitenden Arbeiten: Ausräumen der Kirche in Eigenleistung der Gemeide sowie Sicherung der Orgel

 

Auf der Basis und im Rahmen dieser Beschlusslage wird nun Ende März/Anfang April 2011 ein 1:1 Modell der Stufenanlage und der Altarinsel in der Kirche erreichtet. Im Rahmen von Kirchenbegehungen und einer Gemeindeversammlung im April haben Mitglieder der Gemeinde die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck vom späteren Kirchenraum zu verschaffen, die neuen Möglichkeiten zu entdecken und ein Votum dazu abzugeben.

 

Juni 2010

Der GÄK lädt Mitglieder der Gemeinde sowie Vertreter der beiden Initiativen zu den schon für das Jahr 2009 geplanten Versöhnungsgesprächen ein.

Die Gespräche werden intensiv genutzt. Enttäuschungen und Verletzungen aus den zurückliegenden Auseinandersetzungen werden zur Sprache gebracht. Dabei spielen Verfahrensfragen die zentrale Rolle. Die Frage, wie Vertrauen wieder hergestellt werden kann, wird erörtert. Große Hoffnungen werden auf die Errichtung eines Modells der Stufenanlage gesetzt.

 

22. Juni 2010

Sechste Gemeindeversammlung zur Kirchenrenovierung

Auf dieser Gemeindeversammlung, der ersten ordentlichen Gemeindeversammlung des Jahres, sollte zunächst der vorgeschriebene Bericht des Ältestenkreises vorgetragen werden. Dagegen erheben vereinzelte Stimmen lautstark Widerspruch und verlangen eine thematische Beschränkung ausschließlich auf die Frage der Kirchenrenovierung. Auch das Thema Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde fällt von der Tagesordnung.

Um die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen, erklärt sich der Vorsitzende des GÄK bereit, sich in seinem Bericht über die Arbeit des GÄK ausschließlich auf die Teile über die anstehende Kirchenrenovierung zu beschränken.

Der Gemeindeversammlung wird nach turbulenter und unfeiner Debatte folgender Antrag zur Abstimmung vorgelegt:

Die Gemeindeleitung wird aufgefordert, eine GV einzuberufen, sobald das vom Bauausschuss der Stadtsynode beschlossene Gerüst der Stufenanlage im Maßstab 1:1 in der Friedenskirche aufgestellt ist. Bevor das Gerüst aufgestellt wird, soll mit keiner Abriß- oder Baumaßnahme begonnen werden.

Die GV erhält dabei die Gelegenheit, ein Votum abzugeben; der GÄK wir aufgefordert, dieses Votum vor den Gremien zu vertreten, bei denen dann die Entscheidungskompetenz liegt.

 

Der Antrag war zunächst anonym gestellt. Seine Urheber sind bis heute unbekannt. Ein Gemeindeglied hat schließlich sich spontan den Antrag zu Eigen gemacht, damit er überhaupt abgestimmt werden konnte. Ebenso war kein Adressat genannt. Der GÄK hat es übernommen, den Antrag anzunehmen und ihn zuständigkeitshalber an den Bauausschuss der Stadtsynode weiter zu leiten.

 

29. Oktober 2010

Bescheid des Bauausschusses

In einem Schreiben an die Gemeinde teilt der Vorsitzende des Bauausschusses der Stadtsynode, Herr Hug, mit:

Die Gemeindeversammlung der Friedensgemeinde hat am 21.06.2010 beschlossen, dass eine weitere Gemeindeversammlung einzuberufen ist, wenn das Modell der vorgesehenen Stufenanlage errichtet worden ist. Das ist vom Vorsitzenden der Gemeindeversammlung zu veranlassen, sobald das Modell steht.

Auf dieser Versammlung können Beschlüsse gefasst werden, die dem Verfahren gem. § 22 GO unterliegen.

Gegenwärtig ist der Zeitpunkt, an dem das Modell errichtet sein wird, noch nicht zu benennen. Nach Sachlage wird dies im Frühjahr 2011 der Fall sein.

Die vorbereitenden Maßnahmen für den Baubeginn und, dem folgend, auch für die Herstellung des Modells der Stufenanlage, liegen in der Hand der Bauherrin, der Evang. Stiftung Pflege Schönau; sie sind im Gange.

 

 

Vier Jahre planen und diskutieren, sechs Gemeindeversammlungen, vier Schlichtungsrunden, zwei Vorstöße des GÄK zu Verständigung und Versöhnung in der Gemeinde: Die Friedensgemeinde hat einen langen Weg zurückgelegt!